Beim folgenden Text handelt es sich um automatisch generierte Zeilen des von Veit Lindau eingesprochenen Podcasts. Diese wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz korrigiert, sodass sie weitgehend korrekt sind. Für etwaige Fehler entschuldigen wir uns. Den Originalpodcast kannst du über die untere Player-Leiste hören.
Hey, liebe Menschen da draußen, ich wünsche euch erst mal einen wundervollen Tag und ich heiße ganz besonders dich willkommen zu einer weiteren Episode in meinem Podcast Human Future Movement.Das Thema von heute geht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut.
Ich möchte mit dir darüber sprechen, warum es Beziehungen gibt, in denen du weicher wirst, dich entspannen kannst, du dich gefördert fühlst, ohne vielleicht erklären zu können, warum.Und warum es immer mehr Beziehungen gibt, die uns nerven, die uns stressen, die uns unsicher fühlen lassen, selbst wenn es vielleicht Menschen sind, die wir eigentlich mögen.
Frage an dich, um das Ganze gleich von Anfang persönlich zu machen: Fällt dir auf, dass immer mehr Menschen dünnhäutiger, gestresster sind und dass wir ganz häufig im Internet, aber auch privat direkt auf ’ne Art und Weise mit uns miteinander kommunizieren, die uns aufregt, die uns empört, die uns verschleißt, die uns müde macht, die uns letzten Endes dazu bringt, dass wir uns immer mehr verschließen.
Und kennst du das in deinem Alltag, dass du Beziehungen hast mit Menschen, die du eigentlich wirklich magst, aber wenn du ganz ehrlich bist, merkst du: „Puh, es ist anstrengend, mit diesen Menschen zusammen zu sein.
Etwas in dir ist die ganze Zeit auf Hab acht.Heute möchte ich mit dir über unser verborgenes ältestes Betriebssystem sprechen, 600 Millionen Jahre alt, unser Nervensystem.Ich möchte dir gerne erklären, warum es eben nicht ausreicht, dass wir nette Worte verwenden, sondern dass es wichtig ist, dass wir Menschen erkennen, wie powervoll die Sprache unseres Nervensystems ist und wie machtvoll wir miteinander sind.
Wir können uns immer weiter in den Stress, in die Trennung, in Angst oder Flucht dysregulieren oder aber wir können miteinander Biotope erschaffen, in denen wir endlich mal wieder durchatmen.Darum geht es heute.
Das ist übrigens ein Ausschnitt aus unserem wöchentlichen Programm Human Future Movement, was jeden Dienstagabend bei uns auf der Plattform Homo Nova stattfindet.Den Link findest du drunter.Wenn dich der Podcast berührt und wenn du Lust hast, tiefer in diese Themen einzusteigen, fühl dich von herzlich willkommen, an Bord zu kommen.
Human Future Movement, die Abendserie, ist dafür da, die Themen der heutigen Zeit aufzugreifen, aber auch immer wieder in unser persönliches Leben zu spiegeln.Was hat das wirklich mit uns zu tun?Und jetzt wünsche ich dir ganz, ganz spannende Erkenntnisse und den Mut zur Umsetzung zum Thema Koregulation in deinen Beziehungen.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend, wenn du das live siehst und ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, wenn du das später in der Aufzeichnung siehst.Herzlich willkommen zu Human Future Movement.
Und ich wünsche mir so sehr, dass das jetzt gerade keine langweilige Coaching-Routinerunde für dich ist.Du denkst: „Ja, dann gucke ich mal wieder Human Future Movement an», sondern dass es uns beiden gelingt, in das Event hier eine wirklich wache Begegnung reinzuzaubern.
Denn wir haben etwas zu besprechen, was aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich das wichtigste Thema ist, was ich in den letzten Jahren überhaupt mit euch besprochen habe: Die Regulation unseres Nervensystems.
Vielleicht bist du jetzt erst eingestiegen und hast die anderen Sendungen noch nicht verfolgt.Vielleicht bist du schon länger dabei.Ich möchte euch gerne einfach noch mal dafür sensibilisieren, was wir eigentlich gerade machen.
Die WHO sagt, dass derzeit mehr als eine Milliarde Menschen psychische Erkrankungen hat.Das ist jeder Achte von uns.Und die meisten Menschen davon haben weder einen Therapeuten noch haben irgendein Setting, das ihnen erlaubt, jetzt einfach mal für ein paar Wochen auszuspannen, zur Ruhe zu kommen.
Einer der Hauptgründe dafür ist chronischer Stress.Wir leben mittlerweile wie gehetzte Tiere.Wir wissen gar nicht mehr, wie schön wir wirklich sind, wie schön die Welt ist, weil wenn wir in diesem Stress sind, bekommen wir einen Tunnelblick und wir sehen die Welt dann aus der Perspektive von Angriff und Flucht.
So, was wir hier machen, ist nicht einfach nur ein bisschen Coaching Pillepalle, sondern das ist Basiswissen, was wir unseren Kindern im Kindergarten lehren sollten.Deswegen wünsche ich mir total, dass du ganz, ganz aufmerksam mit einem offenen Herzen, mit einem entspannten Nervensystem und mit einem neugierigen Geist lauschst.
Ich danke dir.Ganz kurz bevor wir loslegen, möchte ich euch noch mal darauf hinweisen, falls du es noch nicht mitbekommen hast: Morgen starten wir unser traditionelles Frühlingswerk.Das ist eine wunderbare Möglichkeit, in Gruppe zu fasten.
Für all diejenigen unter euch, die noch nie gefastet haben: Schalte auf jeden Fall wenigstens morgen Abend ein und schau dir das einfach mal an.Vielleicht kriegst du Lust drauf.Fasten hat viel weniger mit Hungern oder Verzicht zu tun, als du denkst.
Es ist ein powervolles Bewusstseinsritual.Es hilft dir tatsächlich auch, dich körperlich zu entschlacken, aber vor allen Dingen macht es hier oben richtig frei und leicht.Ich persönlich finde, es gibt keine schönere Art, als in Gruppe zu fasten und wir haben ein richtig geiles Programm aufgestellt.
Also wenn du willst, komm noch mit an Bord.Und jetzt lade ich dich ein, erst mal noch mal alles aus der Hand zu legen.Nicht nur äußerlich dein Handy, sondern auch deine Gedanken, die grad vielleicht noch woanders waren.
Dich, wenn du möchtest, auf diesen Baum zu konzentrieren und dir vorzustellen, auch du hast solche Wurzeln in der Erde und du kannst diese Wurzeln spüren über deine Füße.Und du kannst die Wurzeln noch tiefer spüren.
Du kannst sogar die Erde spüren, wenn du dir einfach erlaubst, jetzt für ’n Moment ’n paar Mal tiefer auszuatmen.Wenn du möchtest, dich noch mal umschauen, da wo du bist.Mach ruhig mit, auch wenn du das schon kennst.
Noch mal hörst, was gerade außer meiner wunderschönen Stimme zu hören ist.Kleiner Witz.Deinen Körper zu spüren, wenn du willst, ihn noch mal zu berühren.Einfach erst mal zu sagen: „Scheiß drauf, was da draußen grad in der Welt passiert.
Scheiß drauf, was ich noch für Transformationshausaufgaben habe.Ich bin jetzt gerade hier mit wunderbaren Menschen, mit dem Veit und ich hab den großen Luxus, ein so schönes Thema zu erforschen.Willkommen.
Wir haben beim letzten Mal die Kunst der Selbstregulation praktisch erforscht.Und natürlich würd ich jetzt mega gern bei dir vorbeischauen, also wenn du schon dabei warst und dich fragen: „Wie ist es dir damit ergangen?
Hast du’s ausprobiert?» Schau, wenn du mir das vor drei Jahren erzählt hättest, also vor meinem Burnout, hätte ich die Augen verdreht und ich hätte gesagt: „Ja, Stress, alles klar.Trauma, alles klar.Aber Action, Action, Action.» Mir wär das viel zu banal vorgekommen.
Für mich, Leute, ist das eine Revolution, dass ich anfange, es zu genießen, manchmal im Alltag einfach nur mich zu entspannen.Und es ist mächtig.Erinner dich noch mal daran: Das Nervensystem sind nicht einfach nur Nerven.
Das ist dein ältestes Be-Betriebssystem, Hunderte Millionen Jahre alt.Und wenn das nicht mitspielt, wenn das sagt: „Nee, ich hab aber Angst», dann spielt dein Kopf, der kann noch so schlau sein, du lernst einfach nicht.
Deswegen ist es so wichtig, das praktisch zu erforschen und vor allen Dingen, darüber haben wir beim letzten Mal auch gesprochen, bei den kleinsten Erfolgen, also jedes Mal, wenn du merkst: „Wow, das klappt», noch mal bewusst nachspüren, bewusst reflektieren.
Sagen: „Aha, ich hab grad mit meinem Nervensystem gesprochen.» Jetzt zum Beispiel.Wir sind ja immer gewohnt, dass ganz viel auf dem Bildschirm passiert.Puff, puff, puff.Was passiert jetzt, wenn du dir einfach mal erlaubst .
Weißt du, was ich meine?So, wie fühlt sich das an?Merkst du, wie leicht du dein Nervensystem ansteuern kannst?Wichtig ist allerdings in Momenten, wenn es nicht klappt und manchmal sind wir einfach so übererregt oder es passiert grad so viel um uns herum, dass es nicht anspringt, es nicht zu erzwingen, okay?
Doch ich möchte dich noch mal einladen, also wenn du möchtest, dass diese Lebenszeit, die du hier investierst, in das Schauen dieser Videos gut investiert ist, dass du ab jetzt einfach in deinem Alltag immer wieder Entspannung trackst.
Das heißt, einfach immer wieder guckst: „Okay, aha, das.» Ja.Und genauso gut natürlich aber auch beobachtest, was bringt dich aus der Entspannung heraus, ja.Also ich bin zum Beispiel noch feinhöriger als sonst dafür, wie, sorry, aber wie bescheuert Restaurantmusik ist.
Bis auf wenige Ausnahmen, wo es wirklich ganz gezielt ausgewählt ist und vielleicht ganz meditativ ist, merk ich so richtig die Diskrepanz.Also mein ganzes System will „Ha» machen und dann läuft hier irgendein Jazz oder irgendein Pop und hat ’n ganz anderen Rhythmus.
Also es ist der totale Nonsens, ja.So, und, und da drauf zu achten, dich auch immer wieder zu fragen: „Muss ich mir das zumuten?» Bei uns ist es dann mittlerweile ei-eine der ersten Handlungen, wenn wir in ein Restaurant reinkommen, freundlich zu fragen, ob’s möglich wär, es wenigstens leiser zu machen.
Und wenn wenig Leute da sind, dann versuchen wir, die manchmal dazu zu verführen und sagen einfach: „Hey, könnt ihr es nicht noch mal ausmachen?» Falls das jetzt gerade jemand sieht, der ’n Café hat oder ’n Restaurant hat, versuch mal, das Thema Musik aus dieser Richtung zu sehen.
Das ist auch ’ne gute Überleitung, weil heute möchte ich mit dir über ein extrem powervolles und wunderschönes Thema reden, nämlich Koregulation.So, bis jetzt haben wir uns ja damit beschäftigt, wie du dich regulieren kannst.
Jetzt sprechen wir darüber, wie wir uns miteinander regulieren oder dysregulieren können.Guck mal, ich zum Beispiel, ja.Wenn ich jetzt zu dir die ganze Zeit spreche: „Hey, wow, komm, reiß dich zusammen und…» Oh, es tut mir schon allein weh, jetzt den kurzen Moment.
Da merkst du sicher, was das macht, ja.Vielleicht siehst du manchmal auf YouTube Videos so mit ganz schnellen Schnitten, ja, und dann Horrorbilder und das und das und das.Und ja, das bindet unsere Aufmerksamkeit.
Ziel erreicht.Aber was macht es mit dem Nervensystem des Menschen, der das schaut?Wir Menschen wissen wirklich nicht auf dieser Ebene, was wir tun.Okay?So, Frage an dich, um gleich praktisch einzusteigen: Mit wem in deinem Leben fühlst du dich wirklich sicher?
Und ich meine nicht, denkst du dich sicher, sondern fühlst du dich sicher.So, bei wem hast du, wenn du an den denkst, privat oder, oder auch beruflich, sobald du diesen Menschen innerlich siehst, das Gefühl von: „Pfff, oh ja, da kann ich mich entspannen.“ So, gibt es jemanden, bei dem du automatisch, wenn du mit dem zusammen bist, weicher wirst.
Und umgekehrt die Frage, und das ist ’ne tolle Frage, um sie in dieser Woche deinen Freunden zu stellen oder vielleicht auch deinen Kolleginnen: Können die anderen bei dir weich werden?Und lass uns das bitte noch mal ganz genau festhalten.
Es geht nicht darum, dass du sehr wahrscheinlich ein netter Mensch bist, sondern es geht darum, ob du auf ’ner Art und Weise drauf bist, dass das Nervensystem des anderen sagt: „Ich kann loslassen.“ Denn du kennst bestimmt auch Menschen, die magst du eigentlich, aber du kommst in der Beziehung zu diesem Menschen nicht wirklich zur Ruhe.
So, manchmal ist es einfach nur die Stimme dieses Menschen, ja.Manchmal ist es einfach das, diese hektische Anspannung des anderen oder du, zum Beispiel mir geht es um einen passiv-aggressiven Menschen, also die ja häufig im Außen sehr nett wirken, aber eigentlich in sich drin ’nen Vulkan tragen, der jeder jeden Moment explodieren könnte.
Und unser Nervensystem weiß, dass da dieser Vulkan ist.Ich komm dann manchmal nicht so ganz zur Ruhe.So, darum geht’s heute, ja.Und um dich noch ’n bisschen mehr zu motivieren, möchte ich dir gern heute mal ganz ehrlich, ich mein, ich bin immer ehrlich, aber heute möchte ich dir etwas Intimes von Andrea und mir erzählen.
Wir sind jetzt seit 34 Jahren zusammen und wir haben in dieser Zeit wilde Sachen erlebt.Also Andre– Wir werden oft gefragt: „Wie sind wir zusammengekommen?“ Wir haben uns tatsächlich in ’nem Workshop kennengelernt, wo ich reingekommen in den Raum, ich bin ein bisschen später angekommen und, äh, das war schon alles zu Gange und Andrea stand mittendrin und es war laut und es war Trommeln und ekstatisch.
Andrea war voll in ihrer Kraft und, äh, ich erinnere mich jetzt rückwirkend an diesen Moment und ich glaube, wenn ich ganz ehrlich gewesen wäre, hätte mich das eigentlich total überfordert.Und dann hab ich gesagt: „Wow, ich spür die Ekstase und das ist wirklich cool und da will ich auch hin, aber im Moment überfordert es mich.
Ich brauch es langsamer.“ So, was ich damals gemacht hab, ich war ein junger Mann und ich dachte: „Das ist das, this is it.“ Also ich bin reingesprungen, hab auch heftig angefangen zu raten, hab auch mich zur Trommel bewegt.
Pa, pa, pa, pa, pa.So, die, die, der Anfang unserer Geschichte, was ich damals sagen will, war extrem, war wild, war sehr, sehr dynamisch und ich schätze diese Ebene auch total.Jetzt kommt das Aber: Was wir beide lange, lange nicht realisiert haben, und das ist noch gar nicht so lange her, dass wir angefangen haben, das zu verstehen, ist, dass unter diesen Bollerwerken, die wir beide wirklich sein können, unter diesen Kraftmaschinen, sowohl bei Andrea als auch bei mir, was ganz, ganz, ganz Zartes ist.
Und das haben wir nicht gesehen.Das konnten wir gar nicht sehen, weil wir waren beide so in dieser Power und in dieser Dynamik und wir haben uns das beide super auf dieser Ebene gegeben, aber wir haben diese tiefere Ebene nicht gesehen.
Und dann kam noch dazu oder kommt noch dazu, dass sowohl Andrea als auch ich, lass uns vorsichtig sagen, wir haben her-herausfordernde Kindheiten gehabt und unser beider Nervensysteme sind in unserer Kindheit an manchen Stellen geschockt worden, haben nicht das bekommen, was sie gebraucht haben.
Und auch darüber haben wir ja schon gesprochen, das setzt sich im Nervensystem fest.Und jetzt kommt, man könnte sagen, die wunderbare Magie, aber auch die an manchen Stellen die Tragik unserer Beziehung.
Unsere Traumata von Andrea und mir passen so zusammen, dass, wenn wir uns nähern, die Art und Weise, wie ich bin, häufig ihre Traumata triggert und wenn sie dann getriggert ist und auf ihre Art und Weise reagiert, meine getriggert sind.
Warum erzähle ich dir das?Nicht, um dich zu deprimieren, sondern im Gegenteil.Die gute Nachricht ist, dass wir irgendwann nach vielen, vielen Kämpfen festgestellt haben, dass ganz viele unserer Kämpfe unnötig gewesen sind und eigentlich gar nicht wir miteinander gestritten haben, sondern unsere verletzten Nervensysteme auf Angriff und auf Flucht geschaltet haben und wir uns in dieser Unbewusstheit gegenseitig dysreguliert haben.
Und weil wir diese Verletzung, diese Anspannung mitgebracht haben und weil die am Anfang sch– kaum zu sehen war, weil wir haben jung, dynamisch, kraftvoll und uns hat nichts Angst gemacht gewirkt.Haben wir oft die leisen Töne verpasst.
Und ich bin wirklich ein Narr, was das betrifft, weil seit vielen, vielen, vielen Jahren, wann immer ich meine Frau frage: „Was wünschst du dir von mir?“, sagt sie zu mir: „Ich wünsche mir nur eins: Sei freundlich.“ Und ich bin deswegen Narr, weil ich das so lange nicht verstanden habe.
Ich hab gedacht, ich bin doch freundlich.Aber es gibt freundlich auf ganz, ganz vielen verschiedenen Ebenen.Wir können freundlich sein in Worten und trotzdem tough sein.Und ich hab echt ’n Krieger in mir, am Bully, der mich geschützt hat in meiner Kindheit und den ich auch schätze, weil ich weiß einfach, in Notsituationen kann ich den auspacken.
Aber dieser Bully, dieser Krieger, hat an manchen Stellen meine Freundlichkeit mit Druck rübergebracht und ich hab nicht verstanden, wirklich nicht verstanden, wie zart meine Frau eigentlich ist.Und was sie damit meint: „Sei freundlich mit mir.“ Und ich steh, was das betrifft, nach 34 Jahren am Anfang.
Aber ich sag euch eins: Es ist ein wunder-, wunderschöner Anfang, weil ich sehe, dass dieses Zauberwesen etwas in sich verschlossen gehalten hat, sehr wahrscheinlich schon, als sie ganz, ganz klein war, weil sie’s damals nicht mit jemandem teilen konnte.
Und es könnte sein, dass ich der Glückspilz bin, der’s als Erstes sehen darf, weil es mir langsam gelingt, in dieser Freundlichkeit mit ihr zu sprechen.Und andersherum genauso.So, Andrea hat häufig gedacht: „Hä, was hat er?
Ich bin doch einfach nur leidenschaftlich.“ Und ja, aber sie hat nicht gesehen, dass sie an manchen Stellen mit dieser Art von Druck das, was in mir mega, mega zart ist, verschreckt hat.Und ich erzähl euch das deswegen, weil jeder von uns hat Beziehungen.
Du hast Beziehungen zu deinen, vielleicht zu deinen Kids, zu deinen Eltern.Du hast vielleicht ’n Liebsten zu Hause und vielleicht bist du selbst manchmal an ’ner Stelle, wo du nicht verstehst, warum versteht ihr euch nicht so tief, wie ihr’s wollt?
Warum ist die Nähe weg?Warum streitet ihr euch immer wieder?Die Antwort ist sehr häufig nicht im Psychologisieren.Die Antwort ist sehr häufig nicht darin, dass ihr falsche, nicht falsche, sondern verschiedene Bedürfnisse habt, sondern die Antwort liegt sehr häufig darin, dass euer beide Nervensysteme aus dem Fenster der Toleranz raus sind.
Und wenn du dir das merkst, wenn du außerhalb des Fensters der Toleranz bist, kannst du nicht mehr lernen und du kannst nicht mehr wirklich in Beziehung stehen.Und das zu entdecken, ist wirklich so, ich sag euch das, für uns ist das so, als wenn wir 33 Jahre lang auf einer Etage oder auf vielen Etagen, auf ’ner spirituellen Ebene, auf ’ner sinnlichen Ebene, auf ’ner Power-Ebene, auf vielen Etagen unsere Beziehung geführt haben, aber eine extrem mächtige, tiefe Etage gar nicht mitbekommen haben, nämlich die von dem Nervensystem.
Und das jetzt grade zu entdecken und zum Beispiel für mich zu sehen, wenn es mir gelingt, aus dieser Weichheit mit der Andrea zu sprechen, dass sie mir an manchen Stellen zuhört mit Themen, wo ich seit Jahren drängle, Druck ausübe et cetera und jetzt plötzlich verstehe, sie konnte mir gar nicht zuhören, weil ihr Nervensystem, Nervensystem sich einfach bedroht gefühlt hat.
So, Koregulation ist unsere Fähigkeit, unsere Nervensysteme über unsere Beziehung zu beruhigen, zu stabilisieren und wieder in die Präsenz zu führen.Und das ist ganz praktisch und das können wir alle lernen.
Zum Beispiel durch die Stimme.Ich werd jetzt nicht noch mal meine Stimme verändern, weil ich hab gar keinen Bock dazu, aber ich hoffe, du merkst, was die Stimme ausmacht und was das zum Beispiel manchmal macht, wenn wir mit ’nem Menschen zusammen sind, der aggressiv ist und der es selbst vielleicht gar nicht merkt.
Ja, durch den Blick, ja, ob ich dich so angucke oder ob ich einfach einen weichen, offenen Blick hab, durch unsere Körperhaltung, durch den Atemrhythmus oder allein dadurch, dass wir da sind und emotional verfügbar sind.
Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wie ein Kind auf ‚m Spielplatz hinfällt, sich wehtut, schreit und du siehst in diesem Augenblick, das Kind leidet mega, ja.Und dann kommt die Mutter und wenn die Mutter schafft, dass das Kind einfach nur in die ruhigen Augen der Mutter schaut.
Vielleicht noch in den Arm nehmen, bisschen weinen.Wenn die Mutter hingegen selbst: „Oh mein Kind, was ist mit dir passiert?“, dysregulieren sich beide.Ja?Das geht so weit und ich hab das auf Kinder, äh, auf Kinderspielplätzen oft erlebt.
Wenn Kinder klettern-Und die Mutter sitzt zehn Meter weiter weg und hat Angst, dass dem Kind was passiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass dem Kind irgendwas passiert.So, Koregulation, das ist wichtig zu verstehen, ist kein Konzept, sondern es ist Biologie, okay?
Menschen haben niemals alleine gelebt, sondern wir haben immer in Horden zusammengelebt und w-wir haben lange bevor wir Worte hatten, haben wir über unsere Nervensysteme miteinander gesprochen, kommuniziert, okay?
So, zwei Nervensysteme stimmen sich immer miteinander ab, immer, ob bewusst oder nicht, okay?Es gibt nicht so was wie: Wir sitzen im selben Raum und wir kappen uns voneinander ab.Es ist wichtig, dass wir verstehen, das Ganze passiert biologisch, nicht willentlich.
Okay?So, wenn du mit jemandem zu tun hast, von dem du sagst, der ist nett, ja, aber der hat einfach so ’ne Grundanspannung und ist sich vor allen Dingen dieser Anspannung nicht bewusst, dann ist es zumindest extrem schwer, sich davon nicht beeinflussen zu lassen.
So, unser Nervensystem reagiert permanent auf Signale von Sicherheit oder Gefahr, ja, und zwar lange bevor der Verstand eingreift.Und warum ist das so powerful?Weil wir lange, lange bevor wir gedacht haben und auch lange bevor wir Gefühle hatten, über unser Nervensystem reguliert worden sind.
So, deswegen ist der Körperkontakt so wichtig.Ja?So, ich hab zum Beispiel meine ersten 14 Tage allein verbracht und ich will jetzt hier nicht Mitleid heischen, aber das könnt ihr euch vielleicht vorstellen, da hat der kleine Veit wirklich einen kleinen Haumich weggekriegt, ja.
So, weil es ist extrem wichtig, dass wir Kontakt haben mit unserer Mutter in dieser Zeit, weil wir über das Nervensystem der Mutter reguliert werden.Und ich, also ich liebe es, ich liebe es, Müttern, die wirklich präsent sind, dabei zuzuschauen, wie die mit kleinsten Gesten und völlig selbstverständlich das Kind regulieren.
Und es gibt eine lange Zeit, da ist das Kind wirklich abhängig davon.Ich find’s zum Beispiel ganz, ganz schrecklich, wenn ich manchmal sehe, wenn Mütter also im, mit noch ’ner Mutter im Park spazieren gehen.
Beide haben ihre Babys im Kinderwagen und das Kind weint und dann wird der Wagen so: „Hey, gib mal Ruhe.“ Und ich mach der Mutter nicht wirklich ’n Vorwurf, weil ich sehe, dass auch diese Mutter so getrennt ist, selbst von ihrer, von ihrem eigenen Körper, dass sie nicht mehr fühlt, dass sehr wahrscheinlich das Selbstverständlichste, was es jetzt bräuchte, das Kind hochzunehmen.
Also worum es mir geht, ist einfach darauf hinzuweisen, es ist unsere erste Sprache miteinander gewesen und deswegen ist sie so mächtig.Sie wirkt schneller und mächtiger als Selbstregulo, Selbstregulation.
Das heißt, ja, wenn du in ’nem Raum mit gestressten Menschen bist, wenn du meditieren gelernt hast, wenn du Selbstregulation gelernt hast, du schaffst das schon, dich wieder in deine Mitte zu bringen.
Aber wenn zum Beispiel drei oder vier Menschen in diesem Raum verstehen: „Okay, wir haben uns grad sinnlos aufgeregt.Lass uns mal alle zusammen machen“, geht das viel, viel schneller.Und deswegen ist mir das Thema so wichtig, weil wenn du das verstehst, verstehst du, wie powerful deine Familie für dich sein kann.
Ja?Da kann die Welt da draußen am Arsch sein, die kann brennen, aber wenn ihr es schafft, als Familie euch miteinander auf ’ne gute Art und Weise zu koregulieren, ist das richtig stark.Ja, das ist ’ne Bastion.
Und wir werden später noch darüber reden: Man muss dafür nicht mal in einem Raum sein, sondern es geht tatsächlich auch über die Entfernung.Allein dadurch, dass man zum Beispiel sich sieht oder hört oder spricht.
Koregulation ist die Voraussetzung für Lernen, Beziehung, Heilung und Führung.Wir alle haben das erfahren, wenn wir Teenies großgezogen haben oder als wir selbst Teenies waren, ja.Diese Momente, wenn unsere Eltern auf uns eingeredet haben und gar nicht gesehen haben, dass wir schon komplett dicht gemacht haben.
D-d-das Kind lernt nicht in dem Moment.Geht einfach nicht.Vielleicht übt es aus Gehorsam das dann aus, was du sagst, aber es lernt einfach nicht.Wenn ihr als Paar voreinander steht und ihr wollt euch etwas sagen, was heilig ist oder was verletzbar ist et cetera und ihr seid beide außerhalb von diesem Fenster, ihr könnt es vergessen.
Ihr müsst erst mal in dieses Fenster.So, ohne Koregulation bleiben viele Menschen im Stress oder Shutdown stecken.Das heißt, wir haben hier auch ’ne Verantwortung füreinander.Also wenn die Menschheit gegen den Baum fährt kollektiv, dann deswegen, weil wir nicht gecheckt haben, dass wir uns kollektiv in Kreuzzüge hinein mal co, dysregulieren können und wir können uns aber auch miteinander in den absoluten Frieden koregulieren.
Präsenz ist genauso übertragbar wie Panik und ein reguliertes Nervensystem wirkt ansteckend.Deswegen möchte ich gern mit dir heute ein Bild teilen.Die, die in meiner Ausbildung waren oder sind, die kennen das, der stille Berg, seht ihr.
Natürlich ist es menschlich, wenn wir zum Beispiel in ’nem Raum von Menschen und alle sind gestresst, dass wir denken, die anderen sollen mal runterkommen.Aber irgendjemand muss anfangen.Und wie wär’s, wenn das ab jetzt du wärst?
Und was heißt anfangen?Anfangen heißt, erst mal zu verstehen: Ah ja, okay, wir sind alle im Stress.Das heißt, niemand von uns sieht mehr die Wahrheit.Wir haben alle ’n Tunnelblick.Wir sind alle grad im Angriff oder Flucht.
Einer muss auf die Ebene von Koregulation gehen.Das heißt, ich muss erst mal wieder für mich, meinem Nervensystem signalisieren, dass es sicher ist.Da gibt’s verschiedene Möglichkeiten.Ich kann zum Beispiel mir wirklich vorstellen innerlich, ich bin ein Baum und ich hab Wurzeln und die gehen tief in die Erde.
So.Eine andere Möglichkeit, die ich gelernt hab von meinem Lehrer, ist, mir vorzustellen und dazu lad ich dich jetzt ein und du kannst mal ausprobieren.Es kann sein, dass es angenehmer ist, wenn du die Augen schließt oder wenn du mir direkt in die Augen schaust dabei, dann kann ich das übertragen.
Dir vorzustellen, dass du immer eine stillen Bergsee in dir hast.So, dein Verstand dreht manchmal frei, deine Gefühle drehen manchmal frei, aber in der Tiefe, dein eigentliches Bewusstsein, was du bist, ist jetzt grade still.
Still wie ’n Bergsee.Und das heißt nicht, ich unterdrücke meine Gedanken und Gefühle.Ich kann trotzdem noch mitbekommen, dass hier oben viel Bewegung ist, aber ich kann anfangen, mich daran zu erinnern, dass etwas in mir die ganze Zeit still ist.
Und dieser Bergsee ist frei von Urteilen.Der ist einfach nur da.Der schaut zum Beispiel mein Gegenüber an und denkt nicht, du bist doof, sondern der schaut und er staunt und der ist ein Spiegel.Der muss die Dinge nicht bewerten.
So, dieser Bergsee hat drei Eigenschaften.Erstens: Er ist einfach da.So kannst du grade die Qualität in dir spüren, die grade einfach da ist.Zweitens: Der Bergsee in uns ist still.So alles, was im Außen passiert, kann sich in ihm spiegeln, weil er ist nicht bewegt, sondern ist einfach still.
Und drittens, weil es unser Bergsee ist und kein normaler, dieser Bergsee strahlt Wohlwollen und Mitgefühl aus.Und wenn du magst, experimentier mal in den kommenden Tagen damit.Ich bringe mal das Beispiel mit der Bushaltestelle, weil das ist ja oft so ’n Moment, wo wir ’n bisschen Zeit haben und wo viele von uns dann sofort das Handy rausholen.
Und auch das hast du jetzt gelernt, dass dieses Handy-Scrollen dein Nervensystem meist dysreguliert, aufregt.So wie wär’s, wenn du einfach mal diese fünf Minuten, die du auf den Bus wartest, aussärst, die Augen kurz schließt und dir vorstellst, du tauchst in diesen Bergsee ein.
Präsent hier.Du schaust dich um dich und sagst: „Ich muss das grade alles gar nicht bewerten, aber ich schaue mit Wohlwollen.» Erst mal, was verändert sich in dir?Wie verändert sich dein Blick?Und dann, und das ist das super Coole, ihr Lieben, wenn du anfängst, aus dieser Ebene heraus mit Menschen zu sprechen, wirst du merken, wie die Menschen in deiner Umgebung, runterkommen, weil Stille ansteckend ist.
Einfach mal ausprobieren.Also wenn du einmal die Erfahrung gemacht hast, dann weißt du, was ich meine.Und das Coole ist, wenn du in Kontakt damit bist, du kannst dich dann weiter bewegen, du kannst sprechen, du kannst Vorträge halten et cetera, aber du kommst immer aus dieser Ebene.
Okay, machen wir weiter.Bitte merk dir: In ’ne lebendigen Beziehung kommt immer der Zustand, also der Zustand der Nervensysteme vor dem Inhalt.Ja, ich muss mit dir was Wichtiges besprechen.Das war oft mein Fehler, ja, in Beziehung mit Andrea.
Also ich bin so getickt, wenn was nicht stimmt, ich muss es ansprechen.Ich muss es ansprechen, so.Der Blind Spot war, ich hab nicht gesehen, in welchem Zustand ist Andreas Nervensystem und irgendwann war die schon so genervt und so gestresst und schon so in Nervverhaltung, es war völlig egal, was ich dann gesagt habe.
Also erst mal ist die Frage: Wie kommen wir miteinander in ’nen Zustand, wo beide sagen: „Okay, ich fühl mich sicher.Jetzt kann ich auch was hören, was vielleicht wehtut.Ich fühl mich sicher.» Denn das ist wichtig.
Uns geht’s nicht darum, uns alle in Mimosen zu verwandeln und wir dürfen uns nix Unangenehmes mehr sagen.Nee, es ist wichtig zu verstehen, wir können uns alles sagen, wenn unser Nervensystem im Zustand von Sicherheit ist.
Wenn du dich selbst nicht regulieren kannst, kannst du auch andere nicht koregulieren.Okay?Deswegen, das macht nicht wirklich Sinn, die anderen, den anderen das vorzuwerfen, sondern erst mal zu gucken: Hast du so ’n Gefühl für dich?
Kannst du dich erst mal halten?Ja?Eine gesunde Beziehung ist pure Nervensystemmedizin.Ich wette, du hast das schon erlebt, so eine Beziehung, wo du plötzlich gedacht hast: „Oh, ich habe keine Ahnung, worüber wir eigentlich gesprochen haben, aber es hat mir einfach gutgetan.„ Und auf der anderen Seite eine dysregulierte Beziehung, es schwächt uns.
Selbst wenn es im Außen intakt ist, selbst wenn die anderen, wenn die Nachbarn sagen, die führen eine gute Ehe.Wenn die ganze Zeit diese Energie ist oder auch diese Energie ist, dann machen wir nie ganz auf.
So.Und das lässt uns neben einem anderen Menschen vereinsamen, weil wir, wir machen einfach immer mehr zu und absurderweise, die Menschen, mit denen wir das meiste teilen, ja, die uns wirklich am liebsten sind, die wären für uns Ursache von chronischem Stress.
Ganz schön crazy.Die These ist, dass jeder Krieg ursprünglich mal mit einer dysregulierten Beziehung angefangen hat.Und ich bitte dich wirklich, die, die gesellschaftliche Dimension von dem zu sehen, worüber wir hier sprechen.
Weil wir das nicht verstanden haben, kreieren wir Schulen, wo Kinder dysreguliert werden.Und ich weiß, es gibt mittlerweile auch richtig positive Beispiele.Ich freue mich da immer, wenn Lehrer und Lehrerinnen zu mir kommen und erzählen: „Hey, bei mir können die Kinder erst mal aus dem Fenster schauen, tief durchatmen.“ Da denke ich immer: „Halleluja, halleluja.“ Aber die meisten Schulen dysregulieren unsere Kinder.
Die meisten Arbeitsplätze dysregulieren uns.Unsere Umgebung, ich habe vorhin Beispiele gebracht, es ist Wahnsinn, ja.Der Dreck auf der Straße, die Geschwindigkeit, die Lautstärke, Musik in Restaurants, in Läden und so weiter.
Ha, ha, ha, ha.Medien, soziale Medien brauche ich dir nicht zu sagen, ne.Okay.Was ich gerne heute noch mit euch machen möchte, ist einfach mal, damit du noch mehr ein Gefühl dafür bekommst, für den Unterschied, die Anzeichen einer dysregulierten und einer regulierten Beziehung.
Okay?Ich habe eine Bitte an dich.Ich bitte dich wirklich, an konkrete Beziehungen zu denken, die dir wichtig sind, zum Beispiel privat, aber auch beruflich.Aber ich bitte dich, das mit einem milden Auge zu machen, weil niemand von uns dysreguliert sich selbst oder jemand anderen, weil wir böse sind, sondern die meisten von uns einfach, weil wir es nicht anders gelernt haben.
Das erste Zeichen von Dysregulation ist, ihr seid zusammen, aber euer Nervensystem kommt nicht zur Ruhe.Also du bleibst ständig wachsam, du scannst ab, was könnte passieren.Äh, du wartest auf den nächsten Ausbruch, ja.
Dein Körper behandelt die Beziehung wie eine Gefahrenzone.Ich höre manchmal von Männern: „Ich wende keine Gewalt an, ich brülle nur manchmal.“ Wenn das gerade ein Mann sieht, bitte verstehe, dass für das limbische System einer Frau dein Brüllen Gewalt ist.
Aber genauso, ihr lieben Frauen, bitte versteht, dass in jedem Mann, der vielleicht tough daherkommt, sehr wahrscheinlich ein kleiner Junge sitzt, dem das alles früher viel zu viel war und der an manchen Stellen, obwohl er wie ein Bully aussieht, wenn du so auf ihn einredest, innerlich einfach sagt: „Will ich nicht“, selbst wenn er im Außen total stark wirkt.
Ja.Also wenn du merkst, du bist mit jemandem zusammen und kommst nie so richtig runter.Im positiven Sinne koreguliert, wenn du merkst, du bist mit jemandem zusammen und dein ganzes System macht: Schultern werden weicher, du kannst dich entspannen, du kannst neben einem anderen sitzen, einfach gucken, musst nicht immer was Schlaues sagen.
Du lässt einfach los.Zweiter Hinweis auf eine dysregulierte Beziehung: Wenn die Ges-Gespräche mehr Erschöpfung als Verbindung erzeugen.In Restaurants kann man es so gut beobachten.Die Menschen knallen auf sich ein und die sind danach einfach ausgelutscht.
Was ist der Sinn davon?Ja.Also wenn du aus so einem Gespräch rausgehst und du bist danach erschöpft, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass dein Nervensystem zu arbeiten hatte, also permanent dich zu schützen hatte.
Und auf der anderen Seite, wenn dich Gespräche aufladen, ja, da muss nicht mal was Wichtiges gesprochen werden.Also ich liebe das zum Beispiel, wenn unsere Tochter da ist und die zwei Frauen sind in der Küche und ich mache irgendwas, ich arbeite bei mir.
Ich höre es am Klang, ja.Ich sage immer plätschern und das meine ich überhaupt nicht abfällig, wie die beiden einen Klangteppich erzeugen, wo es schon noch um die Themen geht, aber gleichzeitig passiert zwischen ihnen etwas, was ist, das ist so wie Balsam für die beiden.
Auf der anderen Seite, wenn, das ist auch wieder ein Extrem, also wenn zum Beispiel einer der beiden sich gar nicht selbst regulieren kann, sondern zum Beispiel permanent wütend ist und der andere, häufig sind es Frauen, anfängt, diesen Menschen zu permanent zu koregulieren, auszugleichen.
Ja.Also mein Vater war immer jähzornig und er hat das nicht geschnallt, dass alle um ihn herum, wirklich alle Angst vor ihm hatten.Der würde es heute noch abstreiten und ich habe ihn echt lieb, aber was das betrifft, hat er wirklich eine an der Waffe.
Und-Meine Mutter war das ganze Leben damit beschäftigt, dass irgendwie, sobald wir in der Öffentlichkeit waren, zu regulieren.„Hab dich nicht so“, „Der meint es nicht so“, also in jederlei Richtung zu regulieren.
Und das ist tragisch, weil das sieht zwar aus, als wenn du Power hättest, aber eigentlich ist es die totale Co-Abhängigkeit.Auf der anderen Seite, bei, in einer gesunden Beziehung, dann wechselt das flüssig, ja.
Also ich hab auch manchmal Stress, ja, und das ist cool, wenn Andrea dann ruhig ist und mir ein paar coole Fragen stellt, mir einfach ruhig in die Augen schaut und dann merke ich, reguliert mich das aus und andersrum genauso.
Also wenn das einfach wechseln kann, weil noch mal, wir sind nicht immer alle reguliert und ich finde, das ist auch ’ne Stärke, ’ne Schönheit von Beziehungen, dass wir füreinander da sein können, aber eben nicht einseitig, sondern jeder mal für den anderen.
Viertes Anzeichen für dysreguliert: Wenn Konflikte kein Ende haben, sondern nur ’ne Pause.Also da hatten Andrea und ich uns völlig festgefahren.Und das tut mir im Nachhinein total leid, weil wir haben so gelitten und wir, wir haben wirklich aufrichtig gedacht, äh, „Wir, wir, wir müssen, wir müssen hier durch und wir lösen das und dann platzt der Knoten.“ Und jetzt rückwirkend sehe ich einfach, da gab’s nichts zu lösen.
Wir waren einfach wie zwei wunde Tiere, ja.Wir hätten gar nix lösen können.Wir haben einfach nur für ’n Augenblick ’ne Pause gehabt und dann ging’s einfach weiter, ja.Oder aber auch zum Beispiel, wenn ihr merkt, okay, ihr könnt das nicht in Ruhe klären, wenn Beziehungen in dieses Schweigen fallen, ja.
Auch das ist im Grunde genommen eine Art von Streit, weil wir in die Unterregulierung gehen, weil wir die ganze Zeit so fü-füreinander stehen.Wir sind ja, wir sind dann nicht mehr in Resonanz miteinander.
Im positiven Sinne: Jede lebendige Beziehung hat mal Konflikte und es darf auch mal krachen.Aber dieses dann wirklich wieder zurückkommen, dem Nervensystem die Möglichkeit geben, abzukühlen.Wieder wirklich ganz bewusst wahrnehmen: „Hey, ich bin nicht dein Gegner.
Wir sind Freunde füreinander“, ja.Und optimalerweise mit heiklen Sachen eben auf ’ner Art und Weise vorzugehen, dass ihr in dieser Zone bleibt und das verarbeiten könnt.Das fünfte Anzeichen für eine dysregulierte Beziehung: Wenn sich körperliche Nähe nicht mehr sicher anfühlt.
Also zum Beispiel, manche Menschen, die eigentlich im Stress sind, die versuchen Sicherheit darüber herzustellen, dass sie umarmen, ja.Aber das ist nicht, das ist nicht eine organische Umarmung, sondern das ist eine Sicherheitsumarmung.
Und dann gibt’s andere Menschen, die zucken immer mehr weg davon, ja.Ich merk das wirklich körperlich sofort, wenn jemand in meiner Umgebung dysreguliert ist.Und ich bin überhaupt kein Kuscheltyp, aber das ist so wie, wenn ich mit jemandem zusammen bin, der in sich reguliert ist, dann macht auch mein System einfach, hu, kann sich entspannen.
Und natürlich wird’s besonders drastisch im sexuellen Bereich.Aber, äh, sieh’s mal so: Also viele Menschen, die glauben, okay, wir haben ein sexuelles Problem, haben eigentlich ein Nervensystemproblem.
Also wenn ihr zum Beispiel beide einen Alltag habt, der voller Stress ist, dann kommen eure Nervensysteme am Abend nach Hause, sie sind vollgepumpt mit Stresshormonen.Also die sind noch voll auf Angriff und Flucht.
Logisch habt ihr keinen Bock auf Sex, ja.Und wenn das dann mal abgebaut ist, sagt das Nervensystem meist: „Pff, aber jetzt, jetzt muss ich mal schlafen“, ja.Oder auf der anderen Seite, wenn ihr Themen habt miteinander, die bedrohlich sind.
Ein Beispiel haben wir manchmal erlebt in Paarcoachings, äh, Thema Finanzen, ja.Wenn das immer in der Beziehung mitschwingt, weil einer vom anderen abhängig ist, dann kann sich das auch auf Sexualität auswirken.
Im positiven Sinne körperliche Nähe reguliert.Und noch mal: Man muss nicht ständig an dem anderen dranhängen.Aber ’ne Umarmung, die wirklich ankommt, weil du merkst, der andere ist da und du bist wirklich da.
Eine Hand aufm Rücken, die nicht so tätschelt, sondern wo du merkst, huuu, okay, ja.So zum Beispiel, wenn ich in Konflikten mit Andrea, also wenn, wenn ich so aus meinem Fenster rausgehe und Andrea dann sagt: „Darf ich dich mal umarmen?“, dann sag ich meist erst mal: „Nee, das geht grad noch nicht“, ja.
Und dann muss Andrea aufpassen, weil für sie ist das ’ne Möglichkeit, wieder Nähe herzustellen, dass sie das nicht persönlich nimmt, aber für mich, ich bin in dem Augenblick wirklich nur in diesem bissigen Tiermodus und ich musste erst mal mich wieder selbst regulieren, bevor ich dafür offen bin.
Sechstes Zeichen: Du verlierst dich selbst, um die Verbindung nicht zu verlieren.Das ist was total Spannendes.Also wenn du merkst, dass mit dem anderen was nicht stimmt und das ist bedrohlich für dich.
Was manche von uns da machen, ist, wir verlieren den Kontakt dazu, wie wir uns fühlen, sondern wir fangen uns an, innerlich mit der Frage zu beschäftigen: Was hat der andere?Was braucht der andere?Was muss ich sagen?
Was muss ich machen?Wir scannen das System des anderen ab.Wir fangen an, aus uns selbst rauszugehen.Wir fangen an, Dinge zu sagen, die wir eigentlich gar nicht meinen.Also wir sind zum Beispiel netter, als wir eigentlich sein wollen, ja.
Oder wir schlucken Sachen runter, die wichtig wären.Wir machen uns kleiner, nur damit das Nervensystem des anderen wieder runterkommt.Und das ist der Moment, wo Co-Regulation ganz häufig zu Co-Abhängigkeit wird.
Das heißt, ich fang mich an-Nur noch auf dich zu konzentrieren, um dich irgendwie halbwegs in deiner Zone zu halten.Im positiven Sinne: Ich schaff es, bei mir zu bleiben.Noch mal, Selbstregulation ist das Wichtigste am Anfang und die Verbindung hält trotzdem.
Ich kann Nein sagen, ohne dass der Raum abbricht.Das ist was, was Andrea und ich in den letzten Wochen, Monaten ganz schön finde ich, ganz doll lernen im Coaching noch mal, zu lernen, also wirklich Spannung und Diskrepanzen zu halten und trotzdem in Kontakt zu bleiben, weil meine Reaktion früher war immer: Also entweder ich pushe durch die Mauer durch oder aber ich gehe raus aus der Beziehung.
Noch eins möchte ich gerne mit dir teilen: Du fängst an, in der Beziehung zu funktionieren, aber du fühlst es nicht mehr.Also Mütter, die unglaubliche Heldentaten vollbringen, ja, den Mann bei guter Laune halten, für die Kinder da sein und so weiter.
So, von außen sieht das alles aus wie ’ne richtig coole Beziehung, weil er schnurrt.Aber du merkst, wenn du ehrlich bist, du fühlst dich nicht mehr.Du hast die Verbindung zu dir verloren.So, koreguliert bedeutet, ich kann alles fühlen: Freude, Trauer, Sehnsucht, Zärtlichkeit.
So alles darf da sein, weil auf der anderen Seite jemand ist, der das mit aushält, der mitschwingt, ja, der da ist, der nicht sofort völlig eskaliert, sondern ich weiß aber, ich kann es zeigen, ja.So zum Beispiel in meiner Kindheit, ich, ich durfte einfach bestimmte Sachen, was weiß ich, ’n Wutausbruch, hätte ich meiner Mutter gegenüber nie zeigen können, weil, äh, dann wär sie komplett in ihr Drama abgedriftet und dann wär ich wieder mehr damit beschäftigt gewesen, sie zu trösten.
Okay, das reicht an der Stelle erst mal und ich möchte dich gern fragen, wenn du das hörst: Was macht das mit dir?Wo und wie berührt es dich?Kann jetzt gut sein, dass sofort Beziehungen hochploppen und dass das Sinn macht und deswegen teile ich das mit dir, ja.
Weil wir denken uns häufig: „Oh, die Beziehung und der andere will nicht und es geht nicht.» Und was wir ganz häufig machen, wir strengen uns noch mehr an, aber anstrengen ist ganz häufig, das Nervensystem noch mehr anzuspannen.
Okay?Und ich wünsche mir ganz doll, dass du heute rausgehst und nicht diese Beziehung verdammst oder um Gottes Willen auch nicht den anderen verdammst und sagst: „Boah, du dysregulierst dich immer, mich immer so.» Es ist immer ’ne Co-Produktion.
So erst mal zu sehen: Okay, es tut weh, ist vielleicht auch schamvoll, das zu erkennen, aber es ist irgendwie auch cool, weil ich hab jetzt ’ne Ahnung davon, was es ist und ich sehe ’n Weg, ich ahne ’n Weg, wie ich da vorgehen könnte.
Und ich möchte dich fragen: Welche Beziehung in deinem Leben würdest du gerne näher erforschen?Das kann natürlich die Beziehung zu deinem Liebsten sein, wo du sagst: „Ey, jetzt macht das so Sinn, warum wir über die wichtigen Themen nicht sprechen können, warum wir schweigen oder warum ich an manchen Stellen so ’ne Angst bekomme.» Wie oft hab ich das erlebt, dass Frauen, die Power-Frauen sind, ja, die erfolgreich sind in ihrem Business et cetera und dann der Hauptbezugsmann einmal die Stimme hebt und die krachen in ihrem Energieniveau total ein.
So, jetzt hast du ’n Verständnis dafür, was das ist.Das ist dein Nervensystem und es wird immer gewinnen.Also welche Beziehung würdest du gerne näher erforschen?Und ich möchte dich gerne explizit einladen, auch an Arbeitsbeziehungen zu denken, weil ganz häufig ist es so, dass wir auch in Arbeitsbeziehungen uns einfach gegenseitig immer wieder mit dem Stress anstecken.
Also Andrea und ich, als unser Business so anfing zu wachsen vor 15 Jahren, das ging ja plötzlich wie ’ne Rakete ab, ja.Wir sind in einen Dauerrausch, aber auch in ’nen Dauerstress gekommen, weil seitdem, ich kann fast exakt, ich kann tatsächlich exakt auf den Tag kann ich das Datum sagen.
Seitdem hatten wir eigentlich das Gefühl, wir hetzen der Dynamik hinterher.Und am Anfang hat sich das so angefühlt wie: „Ist geil, das ist Action.» Und irgendwann haben wir gemerkt, aber da ist so ’ne Feuerlöschdynamik drin und wir haben jetzt immer noch total damit zu tun, das rauszukriegen aus dem System.
Durchatmen.Und je mehr Leute in einem System so denken und das verstehen, umso leichter wird es, umso mehr, umso schneller kommen wir da wieder raus.So, deswegen lade ich dich im PDF ein, diese sieben Kriterien, die ich jetzt kurz durchgegangen bin, dir einfach mal auf diese Beziehung, die du erforschen willst, anzuwenden und auf ’ner Skala von eins bis zehn zu bewerten.
Wichtig: Dich und den anderen nicht ins Unrecht zu setzen.Ihr wusstet es nicht besser und ihr habt das nicht gemacht, weil ihr böse oder doof seid, sondern weil ihr sehr wahrscheinlich als Kinder schon ’n Mega-Schreck bekommen habt.
Als ich irgendwann mal verstanden hab, dass mein Vater im Alter von vier, fünf mit einer achtsträhnigen Lederpeitsche von seiner Mutter verdroschen worden ist, wenn er vom Feld nicht genug Rüben zurückgebracht hat, habe ich verstanden, warum er bis heute diese Wut nicht erlöst hat und warum er bis heute diese tiefe, tiefe-Anti-Haltung Frauen gegenüber an sich hat, was er abstreiten würde.
Und deswegen ist es nicht weg, aber also wenn du an Menschen denkst, mit denen du das teilst, oder kritisi– versuch die mal nicht zu kritisieren, sondern dir erst mal klarzumachen, das sind genauso verletzte Kinder wie du.
Und sehr wahrscheinlich passt ihr grade richtig gut zusammen von den Lernaufgaben.So, in dieser Woche geht es erst mal einfach nur darum, das zu sehen, das zu verstehen.Dir deine Beziehung anzuschauen auf Arbeit, deine Umgebung.
Einfach mal zu gucken, wo kommt dieser Speed rein, diese U– diese, diese, dieser Stress, diese boah, boah, boah, immer lauter, immer schneller.Und dich dann zu fragen, weil das ist wichtig für nächste Woche: In welcher Beziehung würdest du gern Koregulation einführen beziehungsweise stärken?
Und macht es Sinn, den anderen mit ins Boot zu holen?Also hast du das Gefühl, der andere könnte offen dafür sein?Dann sprich schon mal mit ihm darüber, deut es an, möglichst nicht im Vorwurf, sondern: „Hey, ich hab was Cooles gefunden, das könnte unsere Beziehung wirklich auf das nächste Level bringen.
Bitte noch mal zur Erinnerung: Koregulation beginnt immer mit Selbstregulation.Du kannst andere nur so weit halten, wie du dich selbst halten kannst.Deswegen nutz die Woche, noch mal zurückzugehen zu letzter Woche und noch mal tiefer zu verstehen, wie einfach es ist, selbst zu lernen, dich zu koregulieren.
Da fängt alles an, okay?Und nächste Woche, das passt super gut mit denen, die auch fasten als Thema, schauen wir uns an: Wie kann Koregulation in der Praxis aussehen?Ich danke dir für dein Vertrauen und für deine kostbare Lebenszeit und ich hoffe natürlich, dass es bei dir gefunkt hat, dass du Erkenntnisse hast und dass du vor allen Dingen Lust hast, das umzusetzen.
Ich hab drei Bitten an dich.Erstens: Wenn du diesen Beitrag für wertvoll hältst, bitte like ihn.Das hilft uns mit den Algorithmen sehr.Zweitens: Mich interessiert mega, was für dich die wichtigste Erkenntnis war.
Hast du Lust, unten in dem Post etwas zu deiner Antwort auf diesen Podcast mit mir zu teilen.Und drittens: Wenn du diese Art von Arbeit für wertvoll achtest und Lust hast, tiefer einzusteigen, dann check doch bitte unsere Plattform aus, Homodea Nova.
Bei der treffen wir uns wirklich jeden Dienstagabend zu diesen Themen.Wir steigen viel tiefer, praktischer ein und dich erwarten außerdem noch über 100 Kurse und 200 Meditationen und das ist ’ne Möglichkeit, unsere Arbeit zu unterstützen.
Ich danke dir ganz, ganz doll und ich wünsch dir noch einen wundervollen Tag.